Boom im Nachhilfegeschäft

(Bernd Klein)

Am 1.12.2004 findet sich einn interessanter Artikel in der TAZ. RÜDIGER-PHILIPP RACKWITZ in seinem mit "Bildungslücken bringen Umsatz"

Während alles gebannt auf die Ergebnisse der PISA-Studie starre blühe das Nachhilfe-Geschäft. Rund ein Viertel aller Schüler und Schülerinnen nehmen mindestens einmal pro pro Woche zusätzlichen Nachhilfeunterricht. Für diesen zusätzlichen Unterricht gäbten die Eltern immerhin etwa 2 Milliarden Euro pro Jahr aus.

Neben privater Nachhilfe profitieren auch in erheblichem Umfang Organisition deren Namen sich aus Kombinationen der Wörter "Studien", "Schüler", "Hilfe", "Kreis" etc. zusammensetzen. Der Autor bemängelt, dass die Vermittlung von Lern- und Arbeitstechniken zu kurz komme, und das egal wo der Nachhilfeunterricht stattfände. Nachhilfe werde meist nur von Hausaufgaben, Stoffwiederholungen und Vorbereitungen auf Klassenarbeiten bestimmt.

RACKWITZ schreibt: "Doch auch für den Nachhilfeunterricht gilt, was Pisa für die öffentlichen Schulen konstatiert hat: survival of the richest. 'Bei gleichem Notenstand', so steht es in einer Sonderauswertung zu Pisa 2000, 'erhalten Arbeiterkinder weit seltener Nachhilfe als Kinder der ,oberen Dienstklasse' ". Sein Fazit: "Wenn sich aber neben den öffentlichen Schulen ein zweiter, kommerzieller Bildungsmarkt etabliert, der aus dem bundesdeutschen Bildungsnotstand Kapital schlägt und die Abhängigkeit der Bildungschancen von der finanziellen Potenz noch weiter verschärft, kommt das einer Bankrotterklärung des bundesdeutschen Schulsystems gleich."

Diesen interessanten Artikel können Sie hier lesen:

http://www.taz.de/pt/2004/12/01/a0199.nf/text.ges,1