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| Vor dem Weißen Haus: In Washington D.C. endete der dreiwöchige USA-Austausch von 22 Elftklässlern des Hegau-Gymnasiums. |
| Bild: privat |
"Wir hatten uns vergangenen Herbst beim German-American Partnership Programme (GAPP) um einen USA-Austausch beworben und wurden im Oktober kurzfristig von der Organisation gefragt, ob wir für eine abgesprungene Schule einspringen würden", erzählte Dietmar Vogler. "Da haben wir gleich zugesagt." Der Englisch-Lehrer begleitete die 22 Elftklässler zusammen mit seiner Kollegin Johanna Martin.
Anfangs sei es schon anstrengend gewesen, sich nur auf Englisch zu verständigen, erzählten einige Schüler. "Nach wenigen Tagen haben wir uns aber akklimatisiert", berichtete Nina Pilgrimm. Schon seit Januar hatten die Schüler des Hegau-Gymnasiums mit ihren amerikanischen Kollegen per E-Mail erste Kontakte geknüpft. Die amerikanischen Schüler sind zwischen 16 und 18 Jahre alt und haben im dritten oder vierten Jahr Deutsch als Fremdsprache gewählt.
Abgesehen von den Ausflugstagen und Wochenenden besuchten die Hegau-Gymnasiasten mit ihren Gastgebern den Unterricht. Dort fange der Schultag immer mit dem Flaggenschwur an, sagte Dietmar Vogler. Zum Unterricht komme nicht der Lehrer in die einzelnen Klassen sondern die Schüler wandern in das Zimmer des jeweiligen Lehrers. "Dort ist es völlig normal, dass nachmittags Unterricht ist", erzählte Franz Nawrocki. "Die Lehrer sind dort viel lockerer, fast wie Freunde", hat Carolin Weinhold festgestellt. Dass überall striktes Rauchverbot herrscht, war für die 15 Mädchen und sieben Jungen als Nichtraucher gar kein Problem.
"Viele von uns hatten mit ihren Gastfamilien noch persönliche Highlights an den Wochenenden", sagte Paul Knipper. So konnte man in den Tagen um Ostern in der Region um Boiceville auch noch Ski fahren. Denn die Landschaft ähnele der im Schwarzwald. Die Ausflüge nach New York hinterließen ebenso bleibende Eindrücke wie nach Albany, der Hauptstadt des Staats New York, zum Hudson-River oder nach Washington D.C. wo die Gruppe am Schluss ihres Aufenthaltes noch zwei Tage ohne ihre Gastgeber verbrachte.
"Es war ein großer Erfolg und eine tolle Erfahrung, einmal über den Tellerrand hinaus zu blicken", resümiert Vogler. Im Flur des Hegau-Gymnasiums haben die Schüler gesammelte Zeitungsartikel aus dem "Daily Freeman" und der Wochenzeitung "Woodstock" und andere Erinnerungen aufgehängt. Am 28. Juni kommen 22 amerikanischen Schüler der Onteora High School für drei Wochen zu ihren neu gewonnenen Freunden in den Hegau.
Susanne Gehrmann-Röhm