Singen (sgr) Über ihre Erfahrungen
mit dem achtjährigen Gymnasium (G8) berichteten im Rahmen eines
Themenabends des Fördervereins Schulleiter und Lehrer sowie eine
Vertreterin aus der Elternschaft des Hegau-Gymnasiums. Von den
Erfahrungen aus dem ersten Jahrgang profitieren inzwischen die
heutigen Fünftklässler. Rund 200 Interessierte, darunter
viele Eltern von Viertklässlern, nutzten den Abend für die
Information.
Im Fluss ist auch der pädagogische Bereich mit den so genannten Poolstunden. In der fünften Stufe habe man hierfür die Klassenlehrerstunde eingeführt, in der sechsten Stufe stehe der fächerübergreifende Unterricht im Vordergrund. Eine Hausaufgabenbetreuung habe der Förderverein mit Hilfe von Eltern, ehemaligen Lehrern und Elftklässlern für die fünfte bis achte Jahrgangsstufe eingerichtet, so Vollmer. Die verschiedenen Bereiche, die für den Besuch eines Gymnasiums wichtig sind, sprach Kerstin Schuldt an. Neben der Motivation des Kindes, auf das Gymnasium zu wollen, seien Konzentrationsfähigkeit, Selbstvertrauen, Kontakt- und Kooperationsfähigkeit, Ordnungssinn sowie Feinmotorik für das Schreiben und Lesefähigkeit und Kopfrechnen wichtige Voraussetzungen.
Dass sich nach dem Übergang von der Grundschule auf das Gymnasium für das Familienleben etwas ändert, berichtete Susanne Roth-Schuler. Ihre Tochter Sarah, die sich für Französisch Bilingual entschieden hat, habe aber zunächst auch ihre Hobbies weitergemacht und später nur ganz wenig beim Sport reduziert. "Vieles findet nun später statt, wie beispielsweise die Musikschule", so Roth-Schuler. Sie habe ihrer Tochter schon während der Grundschulzeit vermittelt, dass es wichtig ist, sich die Zeit richtig einzuteilen. "Es ist auch kein Drama, wenn sie mal ´ne Vier in einer Arbeit hat." Schön wäre es natürlich gewesen, wenn die Infrastruktur an der Schule, wie Mensa, schon vorhanden gewesen wäre.
Auch wenn es mit einem Gymnasium in Engen Probleme für Singen geben könnte, werde die Stadt den dringend nötigen Anbau machen, sagte Uhlig in Anwesenheit von Oberbürgermeister Oliver Ehret. Der Umbau der ehemaligen Hausmeisterwohnung zur Mensa mit Kioskbetrieb soll ab dem kommenden Schuljahr fertig sein. Ein Neubau neben dem Sportplatz werde zusätzliche Fachräume und größere Klassenzimmer sowie Aufenthaltsräume haben. Dann werde auch die Freiarbeit wieder Spaß machen. "Bei 33 Schülern in einem 40-Quadratmeter-Zimmer geht das gar nicht", so Uhlig.
Bildtext:
Susanne Roth-Schuler (links) berichtete als Mutter einer Sechstklässlerin über ihre Erfahrungen mit dem G8 am Hegau-Gymnasium. Bild: sgr