Im Hegau-Gymnasium erläuterte Schulleiter Andreas Uhlig den Gästen die Wahlmöglichkeiten und versprach: "Das Hegau-Gymnasium bietet die größte Vielfalt in der ganzen Region". Seit dem laufenden Schuljahr ist hier nur noch Englisch als erste Fremdsprache obligatorisch. In der sechsten Klasse können die Schüler dann Französisch im bilingualen Zug oder normal als zweite Fremdsprache wählen, außerdem alternativ Latein. Neben dem naturwissenschaftlichen Profil haben die Schüler in der achten Klasse die Wahl zwischen Spanisch, Latein, Französisch und ab dem kommenden Schuljahr auch Musik.
Zum neuen Schuljahr starte man auch mit der Ganztagesschule, die ein freiwilliges Angebot sein soll. Die teilnehmenden Schüler werden dann von 7.55 bis 14.55 Uhr sinnvoll betreut sein. Uhlig zeigte dies auch anhand einer Kooperation auf, die mit der Volkshochschule Konstanz-Singen durchgeführt wird. So können die Ganztagesschüler dann Angebote wie Töpfern, darstellendes Spiel, Jazz-Dance oder eine Kochkurs belegen. "In unserem Neubau sind wir für die Naturwissenschaften und für den Ganztagesbetrieb bestens ausgerüstet", sagte Uhlig. Auch werde man nach und nach gemäß dem neuen Bildungsplan flexible Klassenzimmer einführen, damit auch Gruppenarbeit möglich wird.
Die Vielfalt in den einzelnen Fachbereichen demonstrierten die Lehrer sowohl in Form von Experimenten wie auch bei Aufführungen, darunter Auftritte der Theater-AG, der Bigband, des Orchesters sowie Theatergruppen, die französische oder lateinische Stücke einstudiert hatten. Auch die Eltern der älteren Schüler waren an zahlreichen Ständen, beispielsweise beim Elternbeirat oder beim Förderverein mit eingebunden. Für Julia Haug (10) aus Schlatt unter Krähen stand nach diesem Nachmittag eigentlich schon fest, dass sie ans Hegau möchte. "Das ist für sie auch günstiger mit dem Bus zu erreichen", sagte Mutter Anja Haug.