Mensa für Hegau-Gymnasium kommt voran:
OB in Stuttgart: "Wichtigen Schritt vorangekommen"
Die Stadt Singen darf im Zuge der Einführung des Ganztagesbetriebes am Hegau-Gymnasium mit dem Bau der Mensa beginnen. Diese Zusage erhielt Oberbürgermeister Oliver Ehret beim Gespräch mit Kultusminister Helmut Rau in Stuttgart.
Als sehr konstruktiv bezeichnet Ehret die Atmosphäre bei diesem Arbeitstreffen. Hierbei sei sichtbar geworden, dass sich die Stadt Singen und das Kultusministerium im Bestreben einig sind, die unzumutbare Schulraumsituation am Singener Hegau-Gymnasium dauerhaft zu verbessern.
Ehret äußerte seine Erleichterung darüber, dass man einen wichtigen Schritt vorangekommen sei, das Hegau-Gymnasium attraktiver zu gestalten und somit zumindest für den Ganztagesbetrieb elementare Voraussetzungen schaffen könne. Mit dem von der Stadt beantragten Raumprogramm für den Ganztages-betrieb sei ein bestimmtes pädagogisches Konzept verbunden. Dies bedeute im Umkehrschluss, dass das Raumprogramm ohne dieses pädagogische Konzept nicht umgesetzt werden könnte, so Ehret. Die Zustimmung zum Mensabau als einer der wesentlichen Pfeiler des Raumprogrammes bedeute damit zugleich eine massive Stärkung des Schulprofils am Hegau-Gymnasium.
Bei der angesichts der Raumknappheit an dieser Schule notwendigen Erweiterungsmaßnahmen verharrt das Ministerium auf dem alten Standpunkt: Bei einer Realisierung des angedachten Gymnasiums in Engen wird die eigentlich notwendige Fünfzügigkeit für das Hegau-Gymnasium nicht anerkannt.
Oberbürgermeister Ehret gibt sich kampfbereit. "Wir werden alle Möglichkeiten nutzen, für unsere Schüler an unseren Schulen das Optimale herauszuholen", betont er mit Nachdruck. Gleichzeitig appelliert Ehret an die Eltern und Schüler seiner Stadt und dem Umland, zugunsten eines Ausbaus des Singener Angebotes "mit den Füssen pro Singen" abzustimmen.
Singen (jac) Mit einer guten Nachricht kam Oberbürgermeister Oliver Ehret gestern in Stuttgart aus dem Gespräch mit Kultusminister Helmut Rau über die Situation am Hegau-Gymnasium: Zuschüsse des Landes für die Umbauarbeiten für den Ganztagesbetrieb, also einen Mensa- und Caféteriabereich am Hegau-Gymnasium sind so gut wie sicher. Ein Förderprogramm im Anschluss an die Fördermittel des Bundes zur Einrichtung von Ganztagesschulen soll dies möglich machen. Das Hegau-Gymnasium hat den Ganztagesunterricht, ist aber bei dem Förderprogramm zu kurz gekommen. Mit den Umbauarbeiten innerhalb des bestehenden Gebäudes könne im Januar begonnen werden, sagte Ehret.
Ob das Hegau-Gymnasium erweitert werden kann, also ob es in Zukunft vier- oder fünfzügig ist, darüber entscheiden die Anmeldezahlen im März. "Die Eltern entscheiden buchstäblich mit den Füßen, sie haben es in der Hand", sagte Ehret nach dem Gespräch und machte deutlich, dass die bisherigen Absprachen mit Annette Schavan nach wie vor gelten. Wenn in Engen mindestens 50 Schüler für ein Gymnasium zusammenkommen, bleibt das Hegau-Gymnasium vierzügig, sind es zu wenig, wird die Fünfzügigkeit für das Singener Gymnasium anerkannt. Mit den Umbauarbeiten für den Ganztagesbetrieb werde bewusst vor dem Anmeldeschluss im März begonnen, sagte Ehret. Damit soll auch für die Eltern ein Zeichen gesetzt werden, dass die Stadt auch in Zukunft mit dem und auf das Hegau-Gymnasium baut.