Rauchverbot am Hegaugymnasium

Sicherlich werden diese Überschrift viele Eltern, aber auch Lehrer/innen und Schüler/innen mit freudiger Hoffnung gelesen haben. Ein solches Verbot existiert leider noch nicht, aber es könnte schon bald Realität werden, wenn man der Empfehlung der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk, folgte. Sie forderte die anderen Bundesländer auf, der Initiative Niedersachsens und Hamburgs zu folgen, die ein totales Rauchverbot an allen Schulen einführen wollen, wenn sie es gesetzlich durchsetzen können.
Einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema finden Sie auch in der Welt vom 5. Juli: Rauchverbot an Schulen: Drogenbeauftragte des Bundes begrüßt Initiative von Niedersachsen und Hamburg

Natürlich kann man nicht erwarten mit einem solchen Vorschlag nur auf Verständnis zu stoßen, wie man an der heftigen Reaktion der GEW sieht. Hauptvorstandsmitglied Heiko Gosch findet, dass der Weg über Verbote falsch und juristisch höchst zweifelhaft sei. Überzeugungsarbeit statt Verbot sei das Gebot der Gewerkschaft. Recht so: Meiner Meinung nach ist es ein überzeugendes Argument für den Klimmstengel, wenn ältere Schüler/innen, Bedienstete der Schule oder auch Eltern auf dem Schulgelände für alle sichtbar ihrem Laster frönen!

Eine Hamburger Studie des Büros für Suchtprävention, die einen engen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Nikotin und dem von Cannabis aufzeigte, diente als Anlass für diese Initiative der beiden Bundesländer. Mehr über diese Studie finden Sie auch in dem folgenden Artikel der Frankfurter Rundschau: Das Rauchen verbieten, um dem Kiffen vorzubeugen

Bernd Klein