Zukünfitge Ausrichtung der Schule


Veranstaltung im Gasthaus Kreuz, 9.März 2004, Anwesend ca.20 (Anmerkung) Personen (Lehrer/innen, Eltern und Schüler/innen)

(Bernd Klein)


Herr Vollmer stellte das bisher erstellte Konzept der Lehrer des Hegau-Gymnasiums vor.

Das im G8 zu erbringende Gesamt-Curriculum setzt sich aus den allgemeinen Bildungsstandards - vorgeschrieben vom KuMi -  und dem in der Gestaltungsverantwortung   der Schule stehenden Schulprofil zusammen.

Das Ziel der Veranstaltung bestand darin, einen bereits vorliegenden Entwurf der Lehrerschaft zu diskutieren und, wenn möglich oder nötig zu ergänzen, ändern oder erweitern.

Schulprofil:

12 Wochenstunden sind von den Gymnasien zusätzlich  zu erbringen, damit das neue 8jährige Gymnasium von anderen Bundesländern anerkannt wird. (Eine Wochenstunde heißt in diesem Zusammenhang: Eine Unterrichtsstunde für ein Jahr.) Diese zwölf zusätzlichen Wochenstunden werden in den Klassenstufen 5 bis 10 erbracht.

Jede Schule kann und soll den Schwerpunkt dieser zusätzlichen Stunden frei wählen und sich damit -laut Theorie - ein unverwechselbares Profil geben. 4 von den 12 Stunden werden  am Hegau fürs bilinguale Französisch verwendet, so dass der Vorschlag sich nur mit den verbleibenden 8 Stunden beschäftigt.

Der diskutierte Vorschlag stellt das zu erbringende Schulprofil unter die beiden Hauptthemen:

Persönlichkeitsbildung
und Stärkung der fachlichen Kompetenzen und Arbeitstechniken

Unter Persönlichkeitsbildung versteht man vor allem:
Verteilung der Stunden auf die einzelnen Klassenstufen:

5: Klassenlehrer-Stunde
7: Persönlicheitsbildung/ Suchtprävention
9: Wahlpflichtfach
10: Projekt "Soziale Verantwortung"


Stärkung der fachlichen Kompetenzen und Arbeitstechniken:

-> Sprachen

-> Mathe und Naturwissenschaften

-> Methoden

Verteilung der Stunden auf die einzelnen Klassenstufen:

5:  1. Fremdsprache; Mathematik
6: Fächerübergreifende Arbeiten
7: 1. Fremdsprache
8: 1. Fremdsprache
9: Naturwissensch. Arbeiten

Stundentafel:

Klasse
5
6
7
8
9
10
Englisch als erste Fremdsprache
30
34
33
35
36
38
Französisch als erste Fremdsprache 31
35
35
36
38
39
Pool (Stunden aus dem Schulprofil)
3
2
2
2
2
1


Im Prinzip werden die Kinder mit vier bis fünf zusätzlichen Stunden pro Stunden belastet. Die Anwesenden fanden es bedauerlich, dass dadurch möglicherweise viele außerschulischen Aktivitäten (Sport, Musikschule etc.) der Schule zum Opfer fallen werden. Immhin bedeutet  die Stundenzahl, dass es ab der 7. Klasse an drei Nachmittagen Unterricht geben wird,

Hr. Schmalenberger bemängelt, dass es keine ausreichende Zeit mehr für Praktika in Biologie, Physik, Chemie gäbe. Das neue Fach "Naturwissenschaft und Technik" sei dafür keine Ersatz. Für ein Praktikum müsste man eine Klasse teilen und brauche dazu zwei Lehrer/innen, die aber nicht vorgesehen und nicht bewilligt werden.

Methodik der Arbeitstechnik ist nun erstmalig im Curriculum vorgeschrieben, sagte Herr Schmalenberger.

Herr Behn sprach das Problem der Streichung der Schullandheime an. Solche Maßnahmen seien kontraproduktiv zu den angesprochenen Punkten.

Problem: Hausaufgaben sind kaum mehr möglich, wenn ein Kind sieben bis acht Stunde Unterricht pro Tag hat. Herr Schmalenberger sagte, dass dies der Lehrerschaft bewußt sei und dem auch Rechnung tragen werde.

Herr Behn sprach an, dass von den Elternvertreter/innen ein Qualitätsmanagement für Lehrer und Lehrerinnen gewünscht sei, z.B. in Form von Fragebögen. Über die Auswertung muss jedoch ein Modus gefunden werden, der auf die Akzeptanz der davon betroffenen Lehrer und Lehrerinnen stößt. Es kann zum Beispiel nicht sein, dass eine Auswertung öffentlich zugänglich wäre. Herr Vollmer möchte es als Anregung mit ins Kollegium nehmen.

Neue Räume sollten in der Schule geschaffen werden, wenn die Schüler mehr Zeit in der Schule zu verbringen haben. In dieser Sache möchte man Verhandlungen mit der Stadt aufnehmen.

Internetzugang sollte allen - zumindest zu bestimmten Zeiten - zugänglich sein. Dies ist insbesondere aus Gründen der Chancengleich nötig.

Ein weitere interessante Anregung bestand darin, künftig auch interessierte Eltern an der Unterrichtsgestaltung zu beteiligen. So könnten Eltern  Schülern  Einblick in ihren Beruf geben und somit darstellen, wie die in der Schule oft scheinbar sinnlos und abstrakt wirkenden Lehrstoffe sinnvoll im späteren Beruf eingesetzt werden können. Ein zusätzlicher positiver Effekt bestände darin, dass es dadurch zu einem wechselseitig besseren Verhältnis und Verständnis zwischen Lehrer/innen und Eltern kommen würde. Es wäre schön, wenn Eltern, die sich gerne daran beteiligen würden sich bei Herrn Schmalenberger oder bei mir melden.

Die Diskussion ist noch nicht abschlossen. Also schicken Sie doch einfach weitere Anregungen und Ideen an unsere E-Mailliste.Leider kann ich heier den Link nicht einbauen, da er sonst von Spammern missbraucht würde.

P.S.: Anmerkung Leider stand an dieser Stelle ursprünglich ca. 30 Personen. Das war ein Tippfehler.