suedkurier.de - 03.07.2007

Sichtbare Freude am Gesang

Singener Hegau-Gymnasium bietet Sommerkonzert mit vielen Höhepunkten

von Susanne Gehrmann-Röhm

Das Stück der Rockgruppe Queen, "We are the champions", hatte das Orchester des Hegau-Gymnasiums unter Leitung von Gabriele Haunz zwar nicht im Repertoire bei seinem Sommerkonzert. Dafür zeigte das Schulorchester aber eine Champion-reife Leistung mit einem bunten Programm aus modernen und klassischen Stücken. Eingebunden waren auch der Unterstufenchor (Leitung Stefanie Kandels-Ruhrmann), der Chor (Matthias Wodsack) sowie eine Tanzgruppe von Achtklässlerinnen (Tanja Kling).

Nicht nur Klassik von Komponisten wie Franz Schubert, François Devienne, Ludwig van Beethoven oder Wolfgang Amadeus Mozart waren im gut zweistündigen Programm enthalten. Los ging es zunächst - ganz passend zu einer Partnerschule für Europa - mit der Eurovisionsmusik, dem Prélude aus dem Tedeum von Marc-Antoine Charpentier. Die Freude am Gesang stand nicht nur den Unterstufenschülern bei der Präsentation von drei bekannten Liedern der "Prinzen" ins Gesicht geschrieben. Auch Birte Buchwalder, Tabea und Sophie Sawatzky hatten als Gesangssolistinnen sichtlich Spaß an der Interpretation nicht nur der "Ode an die Freude", sondern insbesondere beim wohl bekanntesten Queen-Hit "Bohemian Rhapsody". Die brillante Interpretation der drei jungen Frauen und des Orchesters verlangte nach einer Zugabe, die dann eine zweite Auflage erfuhr. Stehende Ovationen spendete das Publikum in der vollen Aula nach dem Ende des offiziellen Programms.

Stücke von den Rockbands "Wir sind Helden", "Rammstein" und "Die Ärzte" hatte der Chor mit Matthias Wodsack ausgewählt. Nach den harten Texten der Rammstein-Songs folgte noch ein versöhnliches "Du lässt den Tag O Gott nun enden" von Clement Scholefield. Das Phantom der Oper komplettierte das Programm, zunächst mit Auszügen aus dem Webber-Musical, einem Solo der Schwestern Tabea und Sophie Sawatzky sowie dem Tanz der Achtklässlerinnen.

Sehr zufrieden war auch Gabriele Haunz mit ihrem Orchester, das die höchst anspruchsvollen Stücke wie "Hope of Apocalyptica" von Eicca Toppinen in einem Arrangement der Dirigentin perfekt bewältigte. Als Solistinnen brillierten Konzertmeisterin Teresa Raffelsberger an der Violine bei dem von Gabriele Haunz arrangierten Allegro aus dem Konzertstück für Violine und Orchester D 345 von Franz Schubert und Julia Will an der Querflöte beim Allegro con fuoco aus dem ersten Satz von François Deviennes Konzert für Querflöte und Orchester. Am Flügel bestach Sebastian Raffelsberger als Solist. (sgr)

 
___________________________________

Bilder zu diesem Konzert finden Sie in unserer Galerie