Engen/Stuttgart (bit) "Das Gespräch in Stuttgart war konstruktiv und ermutigend", so die Bewertung von Veronika Netzhammer und Johannes Moser. Die Abgeordnete hatte den Termin mit Vertretern der Stadt Engen und dem Kultusministerium organisiert. Ziel war es nachzuweisen, dass eine Zweizügigkeit in einem Gymnasium Engen dauerhaft gegeben sei. Dies, wenn auch einige Schüler wegen der Angebote weiterhin die Gymnasien in Singen besuchen. Es gebe in Baden-Württemberg an vielen Standorten zweizügige Gymnasien oder Progymnasien, und es könnten grundsätzlich auch neue eingerichtet werden, so Netzhammer. Einigkeit habe man mit dem Kultusministerium darin erzielt, dass der Landkreis Konstanz mit dem Oberen Hegau eine Wachstumsregion sei. Und auch, dass die Gemeinden in der Verwaltungsgemeinschaft und von Tengen sich der durchschnittlichen kreisweiten Übergangsquote von 35 Prozent annähern könnten. Habe es zu Beginn des Gesprächs noch Uneinigkeiten über die Schülerzahlen gegeben, so seien die Argumentationen von Bürgermeister Moser und den Fraktionssprechern so überzeugend gewesen, dass das Kultusministerium eine erneute Prüfung zugesagt habe, so die Landtagsabgeordnete. Engen soll die Argumente nochmals schriftlich vorlegen. Es ist zeitnah ein weiteres Gespräch mit Beteiligung von Ministerin Annette Schavan geplant. Als wichtige Argumente hatte Engen genannt: die Entwicklung der Einwohner- und Schülerzahlen mit Prognose, die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, Synergieeffekte am Standort Schulzentrum Engen durch enge Kooperation Realschule - Gymnasium.
Ein Erweiterungsbau am Hegaugymnasium Singen stünde einem Gymnasium Engen nach Meinung von Veronika Netzhammer nicht im Weg. "Der Ausbau ist notwendig. Mittelfristig können wir die Räume der Tittisbühl-Schule sehr gut für eine Grundschule in der Innenstadt verwenden."