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Aufbrauchstimmung und neuer Schulgeist

Ungekürzte Fassung eines Leserbrief zu einem Südkurierartikel vom 09.12.2005 von Susanne Hanenberg:
Schade, dass es nur zu einem Ausbau für die Mensa am Hegau-Gymnasium gereicht hat. Doch vielleicht ist dies der 1. Schritt für weitere Baumassnahmen, die doch so dringend gebraucht werden. Als Mutter dreier Kinder ( der Jüngste hat bereits mit G8 begonnen ) , bekomme ich die Missstände an der Schule unmittelbar mit. Es kann doch nicht sein, dass weiterhin auf dem Rücken der Schüler und Lehrkräfte gespart wird, sodass ein vernüngtiger Unterrricht des öfteren nicht möglich ist und dies als Antwort auf PISA ? Für die zukünftigen Generationen muss mehr getan werden. G 8 als Herausforderung ja, jedoch nur mit angemessenen Rahmenbedingungen . Zu kleine Klassenzimmer, fehlende Aufenthaltsräume für Hausaufgaben, bzw. für Freistunden , viel zu grosse Klassen sind da fehl am Platz. Man kann insbesondere von den G8 Schülern mehr Leistung und mehr Schulstunden verlangen, doch nur wenn auch die Rahmenbedingungen stimmen, ansonsten verkommt G8 einzig als Sparmassnahme fürs Land auf Kosten der zukünftigen Generation. Traurig wäre, wenn der Ausbau eines Gymnasiums in Engen schuld daran hätte, dass es in Singen am Hegau zu einem Stillstand des Ausbaus der Schule käme. Das bedeutete im Klartext weiterhin schlechte Arbeitsbedingungen für Schüler und Lehrer gleichermassen , gerade zu einem Zeitpunkt , wo Aufbruchstimmung und ein neuer Schulgeist durch engagierte Lehrerkräfte und Schulleitung am Hegau zu spüren ist. Aufgrund dessen wäre dringend ein Umdenken seitens der Elternschaft und der politisch Verantwortlichen, bzgl. eines neuen Gymnasiums in Engen notwendig. Wäre es nicht schön, wenn alle Kinder der Region mit einem grosszügigeren neu umgebauten Hegau-Gymnasiums in Singen vorlieb nehmen könnten, dort mehr Platz , gute Lernbedingungen in einem positiven Klima der umgestalteten Schule vorfänden. Ich denke mit unserem neuen Direktor Dr. Uhlig, dem ich an dieser Stelle für seinen diesbezüglichen Einsatz danken will, könnte das gelingen. Statt Spaltung der Region durch das Projekt in Engen werden wir jedenfalls nicht viel für zukünftige Schülergenerationen erreichen. Lieber eine grossartige Schule für alle Schüler im Hegauraum, als zwei mehr oder weniger zufriedenstellende Exemplare, mit denen man dann wohl oder übel leben muss.

Susanne Hanenberg, Bietingen.