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Südkurier, 12.02.2005

"Politisches Ränkespiel"


Diskussionsbeiträge zu den Gymnasien aus dem Publikum
Bild links:
Ursula Klinkebiel-Henkel fragt, wann eine Schule voll ist.
Andreas Gallus, Elternbeirat der 8d, meinte, er könne sich nicht vorstellen, dass die Bürokratie Schuld an der Entscheidung gegen den Hegau-Anbau sei, da er selbst in einer größeren Verwaltung tätig sei. Für ihn handelt es sich bei der Entscheidung um ein "politisches Ränkespiel". Andreas Renner antwortete ihm, dass er denke, dass die Daten zwischen Oberschulamt und Kultusministerium nicht abgeglichen worden seien, bevor die Entscheidung zustande kam. SPD-Stadträtin Susanne Sargk wies darauf hin, die Tittisbühlschule bei der Diskussion nicht aus den Augen zu verlieren, die nach dem Ausbau zu einer Grundschule in der Innenstadt werden und die Bruderhofschule entlasten soll. Die Vorsitzende des Elternbeirates des Hegau-Gymnasium Ursula Klinkebiel-Henke fragte nach, wann eine Schule aufgrund der Schülerzahlen und der Raumnot sagen kann: "Jetzt ist genug." OB Renner sagte, dass wenn der Ausbau nicht kommt, alle überzähligen Schüler nach Engen geschickt werden. Er machte aber deutlich, dass der alte Schulleiter "nicht besonders dynamisch in die Verhandlungen für einen Ausbau gegangen sei". Der neue Schulleiter Andreas Uhlig erklärte, dass man ohne den Ausbau das Gymnasium von einer Viereinhalb- auf eine Dreizügigkeit herunterfahren müsste. Jürgen Waldschütz, Mitglied des Engener Gemeinderates, war mit dabei, als Kultusministerin Annette Schavan ihre Zustimmung für das Engener Gymnasium gab. Es sei dabei um ein besseres Angebot im oberen Hegau gegangen, nie um einer Verschlechterung für Singen. "Die Zuschusslage war klar." Schülersprecher Christoph Püthe fragte Veronika Netzhammer unverblümt, für was sie sich entscheiden würde, wenn es heiße Ausbau des Hegau oder Engener Gymnasium. Veronika Netzhammer sagte, für sie gebe es kein entweder oder. (jac)